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Ausrückordnung - Einsatzcodes

Die Entsendung der Rettungsmittel erfolgt nach der aktuell gültigen Ausrückordnung, die vom Qualitätsmanagement von 144 Notruf NÖ permanent überprüft und gegebenenfalls angepasst wird. Rückmeldungen oder Anregungen senden Sie bitte via Email an info@144.at

Folgende Kategorien von Events werden unterschieden
Praktiker ohne zusätzliches Rettungsmittel
Auftrag-Praktiker RTW/KTW/KTW-B mit Anfahrt ohne Sondersignal bzw. in Pilotregionen nur Praktiker
Auftrag RTW/KTW/KTW-B mit Anfahrt ohne Sondersignal
Einsatz RTW/KTW mit Sondersignal
Einsatz aufwertbar RTW/KTW mit Sondersignal eventüll zusätzlich je nach Verletzungsmuster auch NAW/NEF/NAH
Notarzt Boden RTW RTW/KTW wenn innerhalb weniger Minuten eintreffend, sonst NAW/NEF und zusätzlich RTW/KTW wenn schneller eintreffend
Notarzt Boden NAW/NEF und zusätzlich RTW/KTW wenn schneller eintreffend
Notarzt NAW/NEF/NAH und zusätzlich RTW/KTW wenn schneller eintreffend (einem bodengebundenen Notarztmittel wird der Vorrang gegeben)
Notarzt ECHO NAW/NEF/NAH und zusätzlich RTW/KTW wenn schneller eintreffend (schnellsteintreffendem Notarztmittel wird der Vorrang gegeben)
Grossunfall NFG-Richtlinie gültig
Alpinunfall Einsatz im alpinen Gelände mit Notwendigkeit der Alarmierung von Sonderrettungskräften

Definiert werden die Kategorien wie folgt:
Auftrag: Ein Rettungsereignis, dass eine umgehende Versorgung und / oder Transport durch zumindest einen KTW erfordert, bei dem die Anfahrt ohne Sondersignale erfolgen kann. Eine akute Verschlechterung der Situation am Ereignisort ist gemäß standardisierter Notrufbearbeitung nicht wahrscheinlich.

Einsatz: Ein Rettungsereignis, dass eine sofortige Versorgung und / oder Transport durch zumindest einen KTW/RTW erfordert, bei dem die Anfahrt aufgrund der Dringlichkeit mit Sondersignalen zu erfolgen hat. Eine akute Verschlechterung der Situation am Ereignisort kann gemäß standardisierter Notrufbearbeitung nicht ausgeschlossen werden.

Notarzt Boden: Ein Rettungsereignis, dass eine umgehende Versorgung und / oder Transport durch ein bodengebundenes Notarzteinsatzmittel erfordert, um eine rasche notärztliche Begutachtung, Versorgung (und ggf. einen notarztbegleiteten Transport) herbeizuführen. Eine akut lebensbedrohliche Situation ist aber gemäß standardisierter Notrufbearbeitung nicht wahrscheinlich.

Notarzt: Ein Rettungsereignis, dass eine sofortige Versorgung und / oder Transport durch ein Notarzteinsatzmittel erfordert (NEF/NAW/NAH), um eine sofortige notärztliche Begutachtung, Versorgung (und ggf. einen notarztbegleiteten Transport) herbeizuführen. Von einer akut lebensbedrohlichen Situation muss gemäß standardisierter Notrufabfrage ausgegangen werden.


Alarmiert werden die Kategorien wie folgt:
Auftrag: Bei Einsätzen der Kategorien "Auftrag" wird vom Einsatzleitsystem zunächst nachgesehen ob ein KTW, KTW-B, RTW oder RTW-N (in dieser Reihenfolge) der zuständigen Dienststelle innerhalb von 15 Minuten eintreffen kann. Wenn ja wird er alarmiert, selbst wenn ein „Fremder“ näher oder schneller wäre. Ist keiner frei, dann wird der schnellsteintreffende KTW, KTW-B, RTW oder RTW-N (in dieser Reihenfolge) egal welcher Organisation/Dienststelle wird vorgeschlagen.

Einsatz: Zum Einsatz kommt immer das schnellsteintreffende Einsatzmittel unabhängig von Einsatzorganisationen, Zuständigkeiten und Beruferwunsch. Alarmiert werden in der Reihenfolge ein RTW-N, RTW oder ein KTW, wobei ein RTW-N gegenüber einem RTW eine um 60 Sekunden höhere Eintreffzeit haben darf, ein RTW gegenüber einem KTW eine um 30 Sekunden höhere. Ein KTW-B kommt nie zum Einsatz.

Notarzt: Zum Einsatz kommt immer das schnellsteintreffende Einsatzmittel der jeweiligen Kategorie unabhängig von Einsatzorganisationen und Beruferwunsch.


Regelungen im Bereich der RD-Events:
  • Bei Einsätzen "RD-33C6.." in Ordinationen und Pflegeheimen wird im Zuge eines NAW-Einsatzes nicht (so wie üblich) ein eventuell schnelleres Rettungsmittel ebenfalls zum Einsatz gebracht, sondern nur das geeignete Notarztmittel alarmiert. Der Patient wird ja bereits durch Fachpersonal (Arzt, Schwester) versorgt und der übermäßige Ressourceneinsatz ist daher nicht gerechtfertigt und führt vielfach zu Beschwerden der Berufer. Im Zuge eines NEF-Einsatzes erfolgt eine ganz normale Alarmierung.

  • Fahrzeuge der Kategorie BKTW und KTW-B werden nicht als "First Responder" zu RD-Einsätzen alarmiert, da die Definition dieser Fahrzeugtypen ja explizit bedeutet, in keinem Fall zu Notfällen entsendet werden zu wollen.

  • Stornos von Rettungsmitteln durch Rettungsdienstliche First Responder sind möglich, d.h. sie können anfahrende Notarztmittel abbestellen. Voraussetzung ist, dass der Rettungsdienstliche First Responder als solcher bei uns bekannt (durch das Einsatzleitsystem identifiziert ist) und er auch definitiv vor Ort ist. So ist es übrigens auch in den entsprechenden organisationsinternen Regelungen z.B. des RK NÖ beschrieben. Im Einsatzleitsystem gibt es einen eigenen Stornogrund " Storno durch First Responder vor Ort".
    Laien-First-Responder dürfen keine anfahrenden Rettungsmittel storniern.


Spezielle Regelungen im Bereich der KT-Events:
  • Hier gilt grundsätzlich der Beruferwunsch in Bezug auf die Transportorganisation, d.h. je nach angerufener rNummer wird auch die jeweilige Krankentransportorgansiation disponiert (ASB, RK, JUH, ..).

  • Die sogenannte Vordisposition der Dienststellen wird durch aktuelles Einsatzgeschehen und effiziente Disposition oftmals „overruled". Immer wieder kommt es dadurch zu Unverständnis von Seiten der Dienststellen. Unser gemeinsames Ziel ist ein effizienter Krankentransport unter Berücksichtigung des aktuellen Einsatzgeschehens.

  • Eine Umdisposition von aktuellen Krankentransporten ("Fahrzeugwechsel auf Wunsch") kann wenn überhaupt, dann nur durch einen Dienstführer in der Leitstelle beauftragt werden, Fahrzeugmannschaften sollen und dürfen dies nicht.


Fragen & Antworten
Was sind SRD-Events?
Von der Feuerwehr entgegengenommen Notrufe die eine Rettungsdienstentsendung nötig machen erkennt man als "SRD-Events". "SRD-" steht dabei für Spiegelcodes-RD.
Der Feuerwehrdisponent erzeugt aus seiner Abfrage einen Feuerwehreinsatzcode (den er selbst disponiert) und das Einsatzleitsystem macht daraus einen sogenannten Spiegelcode für den Rettungsdienst (den der Rettungsdienstdispo dann alarmiert und überwacht). Sollte also zum Beispiel ein "SRD-29D4 VU-Eingeklemmte Person" als Alarmierung erscheinen ist das genau das gleiche wie ein "RD-29D4 VU-Eingeklemmte Person", nur dass der Notruf am Feuerwehrnotruf 122 eingegangen ist und durch einen Feuerwehrdisponenten abgefragt wurde


Wie wird die unterschiedliche Ausrückzeit der Ressourcen bei der Berechnung des Einsatzmittelvorschlages berücksichtigt?
Einmal pro Quartal werden die tatsächlichen Ausrückzeiten der Notarztmittel aus dem Einsatzleitsystem ermittelt und als Grundlage bei den jeweiligen Ressourcen hinterlegt. Es wird (der Mittelwert und) der Median für die Ausrückzeiten der letzten 90 Tage berechnet, allerdings nur für Events bei denen einen berechnete Eintreffzeit vorhanden ist (d.h. keine händische Zuteilung der Ressource erfolgte) und die Statusmeldungen "Hinfahrt" und „am Einsatzort" ordnungsgemäß gedrückt wurden.


Was bedeutet "Pilotregionen"?
  • Es können Pilotprojekte definiert werden, die dazu dienen, Verbesserungen der Ausrückordnung herbeizuführen bzw. zu testen
  • Pilotprojekte können örtlich und/oder zeitlich begrenzt sein, müssen es aber nicht


Wann werden spezielle Einheiten wie zB RK-HE1 oder RK-HE2 von der Leitstelle alarmiert?
  • Die RK-HE1 wird bei einem Großunfall (NFG), bei AMOK-Lagen und auf Anforderung alarmiert, sowie bei größeren Einsätzen wenn der Disponent es für nötig hält.
  • Die RK-HE2 wird bei den Einsatzstichwörtern "SON-Sozialeinsatz" und "SON-Flüchtlingsbetreuung" von der Leitstelle alarmiert.
  • Gleiches gilt analog auch für Hilfseinheiten der anderen Rettungsorganisationen
  • Andere Hilfseinheiten sind in unseren Systemen nicht hinterlegt und können daher derzeit nicht (auch nicht auf Anforderung alarmiert) werden


Bei welchen Alarmierungsindikationen werden Bezirkseinsatzleiter von der Leitstelle alarmiert?
  • Alle Einsätze bei Alarmierung Dienstführer lt. aktueller Festlegung
    • Einsätze mit einem NA-Mittel und mehr als 2 Rettungsmittel
    • Einsätze mit mehr als 3 Rettungsmitteln
    • gesicherter NFM, NFG
    • Mayday Procedures
  • Einsätze in Tunnelanlagen
  • Anforderungen durch den Regelrettungsdienst
  • Alarmierung bei Einschätzung durch den Disponenten bei Sonderlagen
  • Einsätze gemäß definierter Ausrückordnung
Diese bezirksstellen- und organisationsübergreifende Funktion soll bei allen rettungsdienstlichen Sonderlagen im Bezirk zum Einsatz kommen und dabei den Regelrettungsdienst und die Leitstelle unterstützen. Hier Klicken für Infos zum Bezirkseinsatzleiter (BEL)


Welche Fahrzeugtypen werden eingesetzt?
Hier Klicken für Infos betreffend Fahrzeugtypen