Übersetzung

Information

TwitterAlle unsere Systeme im Normalbetrieb

Notruf NÖ GmbH © 2017

Impressum

Systeminformation


IP-Adresse: 54.204.71.19

Videos über uns
  - Youtube NNÖ-Kanal
  - Youtube NNÖ-Playlists

Allgemeine Infos
  - Organisation
  - Aufgaben
  - Historie
  - Statistik
  - Team
  - Ausbildung
  - Akkreditierungen
  - Jobs - Karriere

Standorte
  - Standort Korneuburg
  - Standort Mödling
  - Standort St.Pölten
  - Standort Zwettl
  - Technikcenter
  - Lager

Spezielle Infos für
  - Ärzte
  - Feuerwehr
  - First Responder
  - Gehörlose / Hörbehinderte
  - Krankenhaus
  - Lehrsanitäter / EH-Trainer
  - Patienten / Angehörige
  - Polizei
  - Rettungsdienst

Spezielle Infos über
  - Abfrageschema
  - Alarmierung
  - Ausrückordnung
  - Defibrillatoren
  - First Responder
  - Hitzewarnung
  - Ortskenntnis
  - Pagernetz

Leitstelle online
  - Online Webansicht
  - Online Betteninfo
  - Online Arztsuche
  - Online Defisuche

Leitstelle mobile / ESAPP
  - ESAPP für iPhone/iPad/Android
  - Bildschirm Crewbriefing

Facebook, Twitter & Co
  - Facebook 144
  - Facebook Pagernetz
  - Facebook APP-Dienste
  - Twitter NNÖ
  - RSS-Feed Newsletter
  - Downloadbereich

Andere Webseiten
  - Notruf NÖ
  - Notruf 141 - Ärztedienst
  - Notruf 122 - Feuerwehr
  - Akutteam NÖ
  - pagernetz.at
  - tetranetz.at
  - www.definetzwerk.at
  - Leitstellensimulator

Impressum
  - Kontakt
  - Impressum

  - in Memoriam

Auf was soll der EH-Trainer / Lehrbeauftragte beim Thema "NOTRUF" besonders achten?

Die einzig richtige Notrufnummer für medizinische Notrufe ist 144.
Falsche Rufnummern oder der Umweg über andere Organisationen können im schlimmsten Fall eine rasche Hilfeentsendung verzögern.

Noch während der Melder den Notruf absetzt, entsendet bereits parallel der Disponent die Rettungsmittel.
Es sind immer mindestens zwei Mitarbeiter der Rettungsleitstelle mit der Bearbeitung eines Notfalls beauftragt. Durch die Erhebung aller notwendigen Informationen wird keine Zeit verloren.

Der Ablauf während eines Notrufgesprächs ist bis ins Detail geplant und strukturiert.
Aufgrund der Ablaufstruktur an der mindestens zwei Mitarbeiter beteiligt sind wird jener Mitarbeiter der mit dem Melder verbunden ist den Ersthelfer durch die Situation führen können und mit Erste-Hilfe-Maßnahmen unterstützen können.

Der Notrufexperte verfügt über gute Ortskenntnisse und umfassende technische Unterstützung.
Trotzdem ist jedes Detail zum Auffinden des Notfallortes von immenser Bedeutung, da es notwendig sein kann, neben dem ortsansässigen Rettungsdienst auch zusätzliche, weiter entfernte Rettungskräfte (Notarztwagen, Notarzthubschrauber) einzusetzen. Damit kann man Zeit für eine unnötige Suche ersparen.

Bestimmte Angaben des Melders werden zur Sicherheit verifiziert.
Häufig kommt es vor, dass bei Adressangaben oder Angaben zur telefonischen Wiedererreichbarkeit versehentlich falsche Angaben gemacht werden.

Wenn möglich, sollte immer jene Person den Notruf tätigen, die dem Patienten „am Nächsten" ist.
Dadurch kann im Notfall sofort geholfen werden. Dabei sollte man auch bedenken jenes Telefon zu verwenden mit dem man sich wenn erforderlich und gefahrlos möglich zum Patienten bewegen kann (Schnurlostelefon, Mobiltelefon). Viele Telefone haben technische Lösungen zum „Freisprechen".

Kein Notfall gleicht dem Anderen.
Deshalb ist es wichtig, die Fragen des Notrufexperten so gut man kann zu beantworten.Wahrscheinlich gibt es keine zwei gleichen Verkehrsunfälle, viele Kreislaufstillstände werden als Stürze gemeldet usw. Erst die grobe Einschätzung der Situation erlaubt eine gezielte Erfassung. Man sollte immer bedenken, dass die benötigten Informationen von der vorliegenden Situation abhängig sind.

Lebensrettende Sofortmaßnahmen mit Unterstützung des Notrufexperten halten den Kreislauf bis zum Eintreffen von Rettung und Notarzt aufrecht.
Die Wiederbelebung muss bis zum Eintreffen unterbrechungsfrei fortgesetzt werden auch wenn keine Besserung der Situation sichtbar ist. Viele Helfer wollen aufgeben, weil die erhoffte (und oftmals in Film und TV suggerierte) sofortige Wirkung nicht einsetzt. Der Umstand, dass es sich dabei um eine überbrückende Maßnahme handelt ist essentiell.

Alle Notrufgespräche müssen in Österreich laut Gesetz aufgezeichnet werden und unterliegen einem besonderen Schutz.
Nur nach einer schriftlichen Einverständniserklärung aller am Gespräch beteiligten Personen ist eine Veröffentlichung möglich.


Wo kann ich Präsentationen für meinen Vortrag herunterladen?

Hier. Bei Fragen zu den Präsentationen kontaktieren Sie bitte direkt  Heinz Novosad
Stand der Unterlagen: August 2015 

Warum ist es notwendig und möglich, dem Ersthelfer erweiterte EH-Maßnahmen anzuleiten?

Vor der Beantwortung dieser Frage sollen zuerst drei besondere Umstände hervorgehoben werden, welche die Problemstellung des Erkennens, die Möglichkeit von Maßnahmen und die Notwendigkeit von Überwachung wesentlich beeinflussen und von den erlernten rettungsdienstlichen Notwendigkeiten und Gegebenheiten unterschieden. Diese sind:
  • Der Helfer am Telefon untersucht, behandelt und überwacht ausschließlich im nicht visuellen Umfeld d.h. lediglich das gesprochene Wort oder andere hörbare Umstände können zur Entscheidungsfindung herangezogen werden. Der Helfer vor Ort kann alle seine Sinneswahrnehmungen zur Informationsaufnahme nutzen
  • Der Helfer am Telefon ist aufgrund vielfacher - meist technischer - Umstände (Notrufnummern, Mobiltelefonie, usw.) in einer sehr frühen Phase des Notfallgeschehens eingebunden d.h. Notfallsituationen sind unmittelbar nachdem sie entdeckt und gemeldet werden selten statisch, sondern entwickeln sich häufig weiter. Dem Helfer vor Ort eröffnet sich einige Minuten später meist eine bereits abgeschlossene Notfallsituation.
  • Der Helfer am Telefon ist auf die ausführenden Hände eines meist untrainierten, ungeschulten Ersthelfer angewiesen d.h. er muss auf Basis der strukturiert gewonnenen Informationen Erste-Hilfe-Maßnahmen umsetzen, die bereits bei der ersten Anweisung umsetzbar sein müssen. Der Helfer vor Ort verfügt über ausreichende Schulung und umfassende Übungsmöglichkeiten zur bestmöglichen Hilfestellung.
Es ist notwendig dem Ersthelfer erweiterte Erste-Hilfe-Maßnahmen anzuweisen, weil: „Leitstellendisponenten sollen geschult werden, einen um Hilfe ersuchenden Anrufer nach vorgegebenen strengen Protokollen abzufragen. Der Fokus soll hierbei auf dem Erkennen von Bewusstlosigkeit und der Qualität der Atmung des Patienten liegen. Bei der Kombination von Bewusstlosigkeit und fehlender Atmung oder jeder Form der Atemstörung soll eine Handlungsanweisung für den Verdacht auf Kreislaufstillstand starten. Die Betonung liegt auf der Wichtigkeit von Schnappatmung als Zeichen des Kreislaufstillstands." (Leitlinien des European Resuscitation Council (ERC) 2010)

Es ist möglich dem Ersthelfer erweiterte Erste-Hilfe-Maßnahmen anzuweisen, weil seit über 30 Jahren sind in den Rettungsleitstellen derartige Protokolle im Einsatz und beschäftigen sich Experten auf der ganzen Welt mit den oben angesprochenen besonderen Umständen und der gemeinsamen Umsetzung der Forschungsergebnisse. Deren Bemühungen gipfeln in der Entwicklung ganz spezifischer Handlungsanweisungen, deren Zertifizierung und deren Evaluierung zur ständigen Weiterverbesserung.


Welche zusätzlichen EH-Maßnahmen werden dadurch möglich?

Laut dem European Resuscitation Council (ERC) lässt sich bei 40 % aller Patienten mit Kreislaufstillstand in den ersten Minuten eine Schnappatmung feststellen. Häufig wird diese Schnappatmung vom Helfer fälschlicherweise als Atmung identifiziert und bei vielen Patienten deshalb wertvolle Zeit bis zum Beginn der Wiederbelebung verloren. Die bereits erwähnte Einbindung des Helfers am Telefon in einer sehr frühen Phase des Notfallgeschehens ermöglicht dabei frühzeitige und laufende Unterstützung beim Erkennen dieses lebensbedrohlichen Zustandsbildes. Eine Reihe von ganz speziellen Handlungsanweisungen und Werkzeugen für solche Situationen, unter diesen besonderen Umständen gelten dabei als international anerkannt und werden von uns in der Leitstelle verwendet.

Erkennen und Überwachen von bewusstlosen Patienten mit ausreichender Atmung
Die Bewertung der Atemqualität erfolgt ausschließlich nach einer festgelegten Handlungsanweisung durch den Helfer am Telefon. Unverändert bleibt dabei der Umstand, dass die Informationen vom Melder des Notfalls kommen. Allerdings wird die Qualität in der Form verbessert, dass die Informationen nicht mehr das Produkt der Interpretation des Melder sind, sondern dieser mittels spezieller Methoden Schritt für Schritt zum erforderlichen Erkennen geführt wird. Dafür werden eine Reihe von Werkzeugen zur Anwendung gebracht die tauglich sind ein solches Erkennen eben gerade im nicht visuellen Umfeld oder bei sich verändernden Umständen zu ermöglichen. Besonders wesentlich erscheint in diesem Zusammenhang, dass die Maßnahme einer stabilen Seitenlage für alle jene Situationen umsetzbar ist, bei denen nach ausreichendem Training in der Ersten Hilfe Ausbildung und einer daraus folgenden richtig durchgeführten Überprüfung der Atemqualität das gesicherte Bild eines normal atmenden Patienten vorliegt und eine ausreichende Bindung des Helfers an den Patienten zur Überwachung im visuellen Umfeld möglich ist.

"Compressions First" und Überwachung der Qualität der Wiederbelebung
Nach den Ausführungen des European Resuscitation Council (ERC) 2010 gewinnen unterbrechungsfreie Herzdruckmassagen in guter Qualität an besonderer Bedeutung. Auch bei diesem Umstand spielt die bereits mehrfach erwähnte Einbindung des Helfers am Telefon in einer sehr frühen Phase des Notfallgeschehens eine essentielle Rolle. In diesem frühen Stadium kann die Ursache des Kreislaufstillstandes einen sehr wirksamen Rückschluss auf die Notwendigkeit von Unterbrechungen der Herzdruckmassage für die Beatmung zum jeweiligen Zeitpunkt liefern. Ebenso sind eine Reihe von Handlungsanweisungen und Werkzeuge für die Überwachung einer effektiven Qualität der Wiederbelebung im täglichen Einsatz.