Eine für das Rote Kreuz und den ASBÖ positiv ausgefallene Analyse des Landes Niederösterreich im Oktober 2001 erachtet eine gänzliche Reorganisation der Leitstellen für notwendig, da benachbarte Bezirksstellen oft keine Übersicht haben, ob und wie viele Fahrzeuge in der Nähe verfügbar wären.
Im Jänner 2003 ist in den entsprechenden Gremien des Roten Kreuzes Niederösterreich der Beschluss gefasst worden, dass es in Hinkunft in Niederösterreich neun Rettungsleitstellen geben soll. Diese werden je nach Bedarf zusätzlich mit den Aufgaben von Kompetenzzentren betraut.
Am 5. März 2003 wurde die LEBIG (Leitstellen-Entwicklungs, -betriebs- und -integrationsgesellschaft mbH) offiziell gegründet.
Auch die mit 1. Juli 2003 in Kraft getretenen gravierend geänderten Abrechnungsmodalitäten mit den Krankenkassen verlangten dringend eine Anpassung der Strukturen im Leitstellenbereich.
Ende November 2003 wurden der ASBÖ-Landesverband Niederösterreich und der Christophorus-Flugrettungsverein auch formell Gesellschafter der LEBIG.
Das digitale Pagernetz SPS Digitalpaging Austria zur Alarmierung geht in Betrieb, das digitale TETRA Sprechfunknetz verzögert sich noch. Experten sind sich einig, dass unter anderem auch aus Redundanz-Gründen die Trennung von Alarmierung und Kommunikation wichtig ist.
Die Finanzierung der Rettungsleitstelle steht nun auf einer soliden Basis. Das Land Niederösterreich beteiligt sich mehrheitlich an der LEBIG.
Die 2003 eingeleitete Entwicklung, 90 kleinere Leitstellen in Niederösterreich effizient zu bündeln, um Lebensqualität, Sicherheit und Sicherheitsgefühl zu steigern, wurde zu einem etablierten System und wird jetzt mit der Umbenennung des technokratischen Namens LEBIG auf "144 Notruf Niederösterreich" abgeschlossen.
