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Welche Alarmierungsmöglichkeiten gibt es?

Wir setzen auf eine redundante Alarmierung mittel Pagerruf und SMS. Redundante Fahrzeugalarmierung bedeutet aber auch, dass die diensthabende Mannschaft über zwei von einander unabhängige Systeme erreichbar ist. In unserem Fall über Pager und GSM-Handy, d.h. ein Mannschaftsmitglied sollte immer auch über das GSM-Fahrzeughandy erreichbar sein.

Alle Alarmierungen werden grundsätzlich als Pagerruf und SMS ausgesendet, pro Ressource muss zumindest ein Pager vorhanden sein.
Ganz bewusst unterscheiden sich auch die Informationen (Alarmtexte) die via Pager und SMS ausgeschickt werden, da der Pagerruf auf 130 Zeichen beschränkt ist.

Gemeinsam mit der Pageralarmierung wird für das jeweilige Fahrzeug auch die sogenannte Alarmausweitung aktiviert, d.h. die auf das Fahrzeug angemeldete Mannschaft erhält die Alarmierung bzw. das SMS oder einen Alarmcall auch auf das private Handy und auf private Pager. Zusätzlich gibt es auch noch folgende Möglichkeiten:

  • Alarmierung via AlarmCall: Durch AlarmCall besteht die Möglichkeit einer Alarmierung durch automatische Anrufe. Unser Computersystem "AlarmCall" ist in der Lage, bis zu 30 Alarmierungsanrufe gleichzeitig durchzuführen. Dabei kann dann auch die Alarmierung quittiert werden, weitere Daten können angefordert werden und vieles mehr. Ziel dieses Systems ist es vor allem die begrenzte automatische Alarmierbarkeit von Ressourcen und Mannschaften via Festnetz zu beseitigen und auch das Festnetz als vollwertige Alarmebene zu nutzen.
  • Alarmierung via TETRA-SDS: Ähnlich der SMS wird der Alarm als SDS auf ein TETRA-GHerät geschickt, wobei die Zeichenanzahl mit 160 limitiert ist.

  • Alarmierung via Wachalarm Commend-Anlage: Zahlreiche Dienststellen haben eine Commend-Gegensprechanlage mit Durchsagemöglichkeit (Sammelruf). Hat die Anlage eine Einwahlmöglichkeit (was z.B. bei einer Weiterleitung der Türglocke in die Leitstelle der Fall ist), besteht die Möglichkeit, die Ausfahrten auch als Durchsage an der jeweiligen Dienststelle zu hören. Im Alarmfall ertönt ein Sammelruf, der die Mannschaft dann in allen Räumen des Dienststellengebäudes erreicht. Wenn Sie diese Form der Alarmierung auch im Bereich Ihrer Dienststelle nutzen möchten, genügt eine kurzes Email. Wir übersenden Ihnen dann die entsprechenden Unterlagen zur Einrichtung des Sammelrufes.

  • Alarmierung via Email: Genau wie eine SMS oder ein Pagerruf ist auch eine Email (an eine beliebige Emailadresse) im Fall einer Alarmierung möglich. Genutzt wird dieser Dienst zum Beispiel von Dienstaufsichten und Dienstführern, die über das Geschehen an Ihrer Dienststelle aktuell informiert sein wollen, aber nicht unbedingt immer gleich eine SMS oder einen Pagerruf erhalten wollen (vor allem in der Nacht).

  • Alarmierung via Fax: Im Fall einer Alarmierung ist die automatische Aussendung eines Telefax möglich. Damit können z.B. so genannte Alarmdepechen realisiert werden, wie sie immer wieder von Dienststellen gewünscht werden. Auf der Alarmdepeche (Alarmfax), die sich am Besten auf dem am Weg zwischen Aufenthaltsraum und Garage stehenden Faxgerät ausdruckt, stehen natürlich alle Einsatzdetails.

  • Alarmierung nur bei "Frei Wache": Auf vielfachen Wunsch können wir ab sofort Alarmauslösungen auch auf den Status "Frei Wache" beschränken. D.h. eine Alarmerreichbarkeit (z.B. die Dienststellendurchsage oder der Dienstaufsichtspager) wird nur dann alarmiert, wenn das Fahrzeug auf der Dienststelle steht und nicht etwa auch dann, wenn das Fahrzeug seinen Folgeauftrag "via Funk" bekommt.

  • "Alarmauslösung" beim Einrücken - "Einrückaktion": Oft ist es notwendig, Informationen beim oder über das Einrücken eines Fahrzeuges zu übermitteln. Alle Alarmerreichbarkeiten (SMS, Pager, Email, Fax, Anruf) können daher auch so eingestellt werden, dass sie beim Einrücken eines Fahrzeuges aktiviert werden. So können automatische Garagentore angesteuert oder etwa Warnsignale aktiviert werden.


Wo kann ich meine Alarm-Erreichbarkeiten ändern?

Wir übernehmen vom Roten Kreuz und der Bergrettung die Alarmerreichbarkeiten, also jene Rufnummern die wir für die Alarmierung nutzen, direkt aus den Systemen dieser Organisationen. Es müssen also die Rufnummern in den Datenbanken von Roten Kreuz und Bergrettung aktuell gehalten werden. Bei ASBÖ, Johannitern und den anderen Organisationen werden die Erreichbarkeiten über die jeweilige Dienststellenleitung via Email an uns gemailt.


Was für Daten werden bei der Alarmierung übertragen?

Mittlerweile gibt es rund 60 unterschiedlichen "Formulare" die wir übertragen, je nachdem ob auf Pager oder SMS oder SDS oder ....
Es ist je Fahrzeug frei wählbar was für Informationen übertragen werden sollen.

Die Aussendeformulare, also der Inhalt von SMS, Email, SDS, Pagerruf und dergleichen können jederzeit und ohne Vorwarnung von uns verändert werden. Das kann dazu führen, dass "selbst gebastelte" und von uns nicht autorisierte Anzeige-Lösungen oder Weiterleitungen nicht mehr funktionieren.



Können GPS-Koordinaten des Einsatzortes bei der Alarmierung übertragen werden?

Ja, natürlich ist das möglich, aber ACHTUNG: Es gibt unterschiedliche Formate, die je nach Gerätetype (verwendetem Navigationssystem) verwendet werden müssen. 
Das von uns zumeist ausgesendete und im Hubschrauberbetrieb gebräuchliche Format ist das sogenannte „Kommaminutenformat" im Format WGS84 GG°MM,mm", wie es die NAHs und die meisten handelsüblichen Fahrzeug-GPS-Geräte verwenden (z.B.: 47N43.19 zu 016E04.60), aber auch eine Versendung der GPS-Koordinaten als Grad/Minuten/Sekunden im Format WGS84 GG°MM‘SS,ss" (zB: 47N34`12,11`` zu 016E04`12,51``) ist möglich.
 
Auch die Genauigkeit unserer GPS-Koordinaten wird mitgeschickt, damit man erkennen kann, was genau von uns verortet wurde (in Abhängigkeit der Anruferangaben) und ob es sinnvoll ist, dies als Zielort ins Gerät einzugeben.

Und zwar bedeutet:
  • CITY                     ... Genauigkeit ist lediglich der geografische (!) Mittelpunkt der Gemeinde (kann mitten in einem Wald/Feld liegen)
  • CITY-DISTICT        ... Genauigkeit ist lediglich der geografische (!) Mittelpunkt der Ortschaft/Katastralgemeinde
  • STREET               ... Mittelpunkt der Straße des Notfallortes
  • HOUSENUMBER  ... Exakte Position des Hauses des Notfallortes
  • ADDROBJ            ... Exakte Position des Objektes des Notfallortes (auf einer Hausnummer kann es mehrere Gebäude/Objekte geben) 
  • POS                    ... Exakte Position des Notfalles im Gelände oder im Gebäude